Auf diese Sendung im ZDF war ich wirklich gespannt, nachdem ich sie heute Nachmittag zufällig in meiner Programmzeitschrift entdeckt hatte
(obwohl ich ja beinahe wieder abgeschaltet hätte, als ich Susanne Fröhlich auf der Couch entdeckte). Dass das Lieblingsbuch der Deutschen gewählt wurde, habe ich vorher nicht mitbekommen, doch da war ich wohl nicht die einzige, denn es haben sich nur 250.000 Menschen beteiligt. Gemessen an der Einwohnerzahl Deutschlands sind das nicht viele.
Um es vorweg zu sagen: Ich glaube nicht, dass “Der Herr der Ringe” von all den Menschen, die die Trilogie auf Platz 1 gewählt haben, auch gelesen wurde. Hätte man diese Umfrage gemacht, bevor die Filme gedreht wurden, ich denke das Buch hätte es nicht einmal unter die Top 50 geschafft.
Gefreut hat mich, dass meine beiden Lieblingsautoren, John Irving und Douglas Adams, dabei sind. “Gottes Werk und Teufels Beitrag” ist zwar nicht mein Lieblingsbuch von Irving, da denke ich auch, dass der Film einiges zur Wahl beigetragen hat. Ich weiß nicht, welches mein Lieblingsbuch von Irving ist - vielleicht “Die Wilde Geschichte vom Wassertrinker” Oder “Owen Meany”? Am wenigstens mag ich “Mein linker Fuß” und am meisten an ihn erinnern wird mich immer “Witwe für ein Jahr”, denn als dieses Buch herauskam hatte ich das Glück, ihn auf einer Lesung in Zürich zu erleben.
Lange Zeite habe ich mich geweigert, die Verfilumgen von John Irvings Bücher anzusehen, weil seine Bücher so voller Phantasie bin dass ich Angst hatte, die Filme würden mir das zerstören. Bis ich (in der Badewanne, in einem Rutsch, ich war ganz schön durchgeweicht hinterher aber ich konnte nicht aufhören) “My Movie Buisiness” von ihm las. Da habe ich mir dann “Gottes Werk und Teufels Beitrag” angeschaut und war bitter enttäuscht. Allerdings habe ich nach seinem Buch über die Arbeit an diesem Film auch nicht erwartet, die wunderbare Geschichte des Buchs im Film wieder zu finden.
Ein Buch das auch ganz schrecklich verfilmt wurde ist “Die Herren der Insel”. Das Buch habe ich zufällig gelesen, da war ich Anfang 20, und es hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Es ist grausam und gewalttätig aber auch wunderschön. Die spätere Verfilmung mit Nick Nolte und Barbara Streisand hingegen war nur ein seichtes Hollywood-Geschichtchen.
Auf Platz 2 der beliebtesten Bücher ist die Bibel gewählt worden - ich weiß nicht, ist die wirklich so beliebt? Oder hat sie einfach nur jeder Haushalt, um an Weihnachten daraus vorzulesen oder weil man meint, man müsse dieses Buch haben?
Platz 3 ist “Die Säulen der Erde” von Ken Follet. Ein tolles Buch, ich habe es sehr gern bereits zwei Mal gelesen
Nie gelesen habe ich die Bücher von Thomas Mann, die unter die 50 beliebtesten gewählt wurden. In der Schule musste ich “Tod in Venedig” lesen und das fand ich so gräßlich, dass ich nie wieder ein Buch von Mann angefasst habe.
Ach ja, Goethes “Faust” auf Platz 15: Den Faust liest man nicht, den Faust spielt man. Und ich habe es meinem ansonsten von mir sehr geliebten Deutschlehrer bis heute nicht ganz verziehen, dass er mir die Rolle des Mephisto nur deswegen nicht gegeben hat, weil ich ein Mädchen war.
Viele der vorgestellten Bücher kannte ich nicht, drei werde ich sicher lesen: Von Harry Mulisch “Die Entdeckung des Himmerls”, von Frank Schätzing “Der Schwarm” und von Cornelia Funke “Tintenherz”.
Vermisst habe ich die Bücher von Astrid Lindgren - wenigstens eines ihrer vielen zauberhaften Werke gehört mindestens auf diese Liste, finde ich.
10 Bücher auf der Liste habe ich übrigens verpasst, weil mal wieder das doofe Telefon klingelte (ich sollte mir angewöhnen, es Abends einfach auszustecken, ich hasse diese Störungen und ich telefoniere sehr ungern), aber inzwischen habe ich die Liste der Top 50 als PDF-Download entdeckt und gesehen, dass “Owen Meany” auch dabei ist - schön! :-)
P.S. Eben habe ich noch die Liste der Plätze 51 bis 100 gefunden, da kenne ich einige Bücher mehr als auf den ersten 50 Plätzen.
Wapiti :: 2. Oktober 2004 ::
Bücher & Hörbücher ::
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